Lützerath muss weg. Direkt unter dem Dorf befindet sich Braunkohle, die zur Energiegewinnung abgebaut werden soll.

Es sei das letzte Dorf, das für den Braunkohletagebau geopfert wird. So lautet das Versprechen einer Vereinbarung zwischen den Wirtschaftsministerien von Deutschland und Nordrhein-Westfalen mit dem Energiekonzern RWE. Der Energiekonzern stimmte zu, den Kohleausstieg von 2038 auf 2030 vorzuziehen. Dafür darf Lützerath noch abgebaggert werden.

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Das Dorf ist ein Ortsteil der 43’000-Einwohner-Stadt Erkelenz im Westen von Nordrhein-Westfalen. Lützerath befindet sich genau am Rand des Tagebaus Garzweiler II, wo RWE Braunkohle abbaut. Laut geologischen Schätzungen liegen 1,3 Milliarden Tonnen Kohlereserven rund um das Gebiet.

Schon seit Beginn des Abrissvorhabens protestieren Anwohner und Anwohnerinnen, Braunkohlegegner und Klimaschützerinnen gegen den Abriss. Im Dorf zeigt sich der Widerstand gegen den Abbau und die Verstromung von Braunkohle. Am Mittwoch hat die Polizei mit der Räumung von Lützerath begonnen.

 

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